Daseinsvorsorge und Wasserversorgung

Unsere CCC - Vortragsreihe ging am 25.03.2015 mit dem Thema „Daseinsvorsorge und Wasserversorgung“ weiter. Das Thema wurde von Dr. Johannes Schmid vom Städtebund vorgetragen.

 

Zu Beginn gab uns Herr Dr. Schmid einen kurzen Überblick über seinen Werdegang. Danach informierte er uns über den Städtebund. Anschließend wurde uns mit Hilfe eines Stummfilmes der Begriff “Daseinsvorsorge” erklärt. Unter Daseinsvorsorge versteht man, was die öffentliche Hand den Menschen zum Leben bietet z.B.: Wasser, Mobilität, Freizeitangebote etc. Die Daseinsvorsorge wandelt sich immer im Laufe der Zeit. Heutzutage stellt man sich die Frage, ob jedem, ein Bankkonto zur Verfügung gestellt werden soll.

Der nächste Schwerpunkt war die Wasserversorgung in Österreich. Herr Dr. Schmid leitete das Thema mit diesem erstaunlichen Zitat ein: „Wasser wird für das 21. Jahrhundert, was Erdöl für das 20. Jahrhundert war.“ (Wirtschaftsmagazin Fortune, Mai 2000)

 

Dazu einige Fakten:

  • Es gibt einen Weltwassertag, der am 22. März stattfindet, um auf den Schutz des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit und deren nachhaltige Nutzung zu erinnern.
  • In über 31 Ländern herrscht Wassermangel.
  • ½ des Wassers in Wien ist Grundwasser, ½ Quellwasser   

oder unter anderem auch Wasserreserven z.B.: Regenwasser wird verwendet um Abwasserkanäle zu spülen.

 

Das Leitungswasser kommt aus den Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen. Es fließt über zwei Hochquell-Wasserleitungen in die Stadt. Die vielen Bilder, die uns gezeigt wurden, veranschaulichten den Weg des Wassers.

Außerdem wurde uns erklärt, was man unter der Privatisierung der Wasserrechte versteht. Zur genaueren Verdeutlichung dieses Vorganges wurde uns erneut ein Video vorgespielt. Durch die Privatisierung der Wasserrechte besteht die Gefahr, dass die Qualität des Wassers sinkt, da die Rohre wegen der hohen Kosten nicht gewartet werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Preis steigt. In Europa gibt es in London und Prag eine vollständige private Versorgung von Wasser, teilweise privatisiert wurde das Wasser in Athen, Bukarest, Rom und Sofia. Berlin, Paris und Budapest haben in den letzten Jahren rekommunalisiert. Darunter versteht man, dass man die privatisierten Aufgaben wieder zurück an die öffentliche Hand gibt.

 

In der Fragerunde konnten die SchülerInnen dem Vortragenden noch viele Fragen stellen, die sehr ausführlich beantwortet wurden. Außerdem haben wir alle gemeinsam über die Bedeutung von Wasser diskutiert, da es nicht selbstverständlich ist, sauberes Wasser zu haben.

 

Der Vortrag war informativ, vor allem da wir einen guten Einblick in die Wasserversorgung von Österreich bekamen. Wir danken unserem Vortragenden für den interessanten Vortrag!


Dokumentation für die 7C: Salome Hritcu, Navroop Kaur